Als PR-Agentur sind wir sicherlich weniger stark von der Corona-Krise betroffen als andere Unternehmen. Wir haben keine Laufkundschaft und konnten unsere Arbeitsplätze einfach und unkompliziert ins Homeoffice verlagern. Drei bis vier Personen halten als harter Kern die Stellung im Büro, nehmen Pakete an und gießen die Blumen. Der Rest der Kolleg*innen ist per VPN-Tunnel und Videokonferenz angedockt. Und auch wenn die Datenverbindung immer wieder schwächelt und Videokonferenzen sehr ruckelig und anstrengend sind, kann man doch sagen: es funktioniert. Man kann so arbeiten – für eine gewisse Zeit ist das ok.

Aber mehr als eine Notlösung ist das nicht. Was man früher oft als störend empfunden hat – die hektische Agentur-Betriebsamkeit, klingelnde Telefone, klappernde Tastaturen, das laute Lachen der Kollegen – fehlt einem nun. All das ist einer gespenstisch anmutenden Stille gewichen, die einem von Tag zu Tag mehr aufs Gemüt schlägt. Der persönliche Austausch von Angesicht zu Angesicht fehlt doch sehr.

Wie sich die Corona-Krise geschäftlich für uns auswirken wird, können wir momentan nur schwer einschätzen. Bis bis Ende März sind bis auf ein paar wenige Projekte, die an abgesagte Messen oder Veranstaltungen geknüpft waren, noch keine Aufträge zurückgezogen worden. Und da alle herkömmlichen Kontaktmöglichkeiten zu den Zielgruppen der Unternehmen ja stark eingeschränkt sind, sind PR-Arbeit und Online-Kommunikation momentan wichtiger denn je.

Wir rechnen daher nicht mit einem Auftragsrückgang, sondern eher noch mit einer steigenden Nachfrage nach Kommunikationsdienstleistungen. Doch wenn die allgemeine Lage sich weiter zuspitzt und in den nächsten Wochen auch die Bautätigkeit zum Erliegen kommt, sieht alles schon wieder ganz anders aus. Man kann halt nur von einem Tag auf den nächsten planen und inständig hoffen, dass wir alle diese Krise möglichst unbeschadet überstehen.